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< SV-Seminar der Otto-Hahn-Schule im Jugendzentrum Ronneburg
29.01.2016 13:23 Alter: 11 yrs

Themenabend "Mit Wertschätzung und Feedback zum (schulischen) Erfolg"


Am vergangenen Dienstag fand in der von Eltern und Schülern voll besetzten Mensa der Otto Hahn Schule der vom „AK Begabtenförderung an der OHS“ organisierte Themenabend „Mit Feedback und Wertschätzung zum (schulischen) Erfolg“ statt. Die Dozentin Frau Eisbrenner hat es durch ihre anschauliche Art und Weise, ein Thema vorzutragen, geschafft, die zahlreichen Teilnehmer einzubinden, den Abend interaktiv zu gestalten.Frau Eisbrenner erklärte, dass Lob nicht mit Feedback und Wertschätzung gleichzusetzen ist, dass Lob von „oben herab“, statt auf Augenhöhe agierend ausgesprochen wird. Gleichsam spielt die Art und Weise des Zuhörens, ohne Zwischenfragen zu stellen, im wertschätzenden Miteinander eine große Rolle.

Kann ich meinen Gegenüber ohne Unterbrechung vier Minuten sprechen lassen, ohne ihn zu unterbrechen? Kann ich das von ihm Erzählte mit eigenen Worten sinngemäß wiedergeben, seine Gefühle benennen? Um andere wertzuschätzen zu können, muss ich mich zunächst selbst wertschätzen. Was mag ich an mir? Worauf bin ich stolz? Sobald man einem anderen Menschen begegnet, sendet dieser Signale und Verhaltensweisen aus, die ein bestimmtes (negatives) Meinungsbild über diesen Menschen entstehen lassen und eine Interaktion negativ beeinflussen können. Jedoch steht hinter jedem negativ behafteten so genannten Triggerpunkt eine positive Kernaussage. Z. B. bedeutet „Geiz“ als negativen Trigger auch positiv besetzt „Sparsamkeit“,“Trägheit“ auch „Gelassenheit“ und „Dominanz“ auch „Selbstsicherheit“. Anhand verschiedener leicht umsetzbarer Übungen konnten die Teilnehmer ausprobieren, wie sich diese Vorschläge auch in den Alltag integrieren lassen können. Frau Eisbrenner hat ebenfalls die „Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg“ anschaulich, interessant und umsetzbar vorgestellt. Eine wichtige Botschaft des Abends lautete: Wenn ich den anderen Menschen in seinen Bedürfnissen sehen und akzeptieren kann, ist es mir möglich wertzuschätzen.

Die vier Grund-Gefühle Wut, Trauer, Angst und Freude spielen beim Feedback eine große Rolle. So enthält die Aussage „Ich fühle mich verletzt/enttäuscht“ eine negative Botschaft, welche Absicht unterstellt, was häufig zu Missverständnissen führt. Ebenso gilt beim echten Feedback in Verbindung mit dem Wort „aber“ nicht die weit verbreitete Regel „erst das Positive, dann das Negative benennen“. Z. B. „Mündlich bist du gut, aber schriftlich schlecht“.

Es ist besser, eine Gleichwertigkeit herzustellen, das Wort „aber“ durch „und“ zu ersetzen, wegzulassen und einen Punkt zu setzen, oder stattdessen das Wort „gleichzeitig“ zu verwenden. Bei all dem Gehörten und Erprobten gilt: Erfolgserlebnisse sind wichtig! Nach 2 ½ Stunden aktiv gestalteten Zuhörens konnte jeder Anwesende für sich selbst neue Erkenntnisse für ein wertschätzendes Miteinander mit nach hause nehmen.

Für den „AK Begabtenförderung an der OHS“, Sylvia Richter.